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Arch Linux - (manuelle) Minimalinstallation
Im folgenden Artikel wollen wir uns eingehender mit der Installation von Arch Linux befassen. Eine sehr gute Beschreibung was diese Distribution ausmacht, ist im folgenden Artikel Über Arch Linux sehr gut beschrieben. Im Gegensatz zu altbekannten Distributionen verfügt Arch Linux über keinen graphischen Installationsclient; daher muss die Grundinstallation ausschliesslich über die Kommandozeile vorgenommen werden.
In der künftigen Ausprägung unserer Infrastruktur werden wir natürlich mit Hilfe von Ansible automatisiert unsere Hosts und Anwendungen installieren, konfigurieren und auf dem Laufenden halten. Hierzu werden wir uns ein individuelles Boot-Image initial erzeugen, mit Hilfe dessen wir dann mit dem Orchestrierungswerkzeug Ansible dann weiterarbeiten wollen.
Wir werden also zunächst eine 0815-Installation, die lediglich zur Erstellung eines initialen, auf unsere Bedürfnisse und Rahmenbedingungen zugeschnittenes Boot-ISO-Image erzeugen.
Vorbereitungen / Überlegungen
Die grundsätzliche Herangehensweise bei der Minimalinstallation ist im folgenden Arch Linux WIKI Artikel grundsätzlich beschrieben.
Download
Von der Downloadseite holen wir uns nun das aktuelle ISO-Image und die zugehörige sha256sums.txt
Datei auf unseren Virtualisierungshost mit Hilfe von wget
.
$ wget https://packages.oth-regensburg.de/archlinux/iso/2022.12.01/{archlinux-2022.12.01-x86_64.iso,sha256sums.txt}
Anschliessend überprüfen wir das heruntergeladene ISO-Image auf Integrität.
$ sha256sum --check sha256sums.txt | grep archlinux-2022.12.01-x86_64.iso
sha256sum: archlinux-x86_64.iso: No such file or directory sha256sum: archlinux-bootstrap-2022.12.01-x86_64.tar.gz: No such file or directory sha256sum: archlinux-bootstrap-x86_64.tar.gz: No such file or directory sha256sum: WARNING: 3 listed files could not be read archlinux-2022.12.01-x86_64.iso: OK
Das OK zeigt uns, dass mit dem ISO-Image soweit alles in Ordnung ist und wie mit der Installation fortschreiten können. Hierzu verschieben wir das heruntergeladene ISO auf dem Virtualisierungsknoten in das zugehörige Verzeichnis, in dem sich unsere Boot-Images befinden: /var/lib/libvirt/boot/
.
# mv archlinux-2022.12.01-x86_64.iso /var/lib/libvirt/boot/
Die Datei mit den Prüfsummen wird nicht weiter benötigt, daher löschen wir diese wieder.
# rm sha256sums.txt
virtuellen Host anlegen
Für die Erstellung unseres ganz eigenen Benutzer-/Site-spezifischen Boot-ISO-Images werden wir eine VM1) verwenden, die folgende Eigenschaften hat:
- Name der VM:
vml000200
- Beschreibung:
Arch-Linux Boot-ISO-Node
- RAM:
8 GB
- CPU:
4
- Disk:
30G
- Boot-Image:
archlinux-2022.12.01-x86_64.iso
- Netzwerk:
br-dmz
- Bei der Installation soll der
virt-viewer
automatisch gestartet werden.
Mit Hilfe des Befehls virt-install
erzeugen wir nun unsere temporäre VM auf unserem Virtualisierungs-Server (Wirt).
# virt-install -n vml000200 --description "Arch-Linux Boot-ISO-Node" --os-type=Linux --os-variant=generic --ram=8192 --vcpus=4 --disk path=/var/lib/libvirt/images/vml000200.img,bus=virtio,size=30 --cdrom /var/lib/libvirt/boot/archlinux-2022.12.01-x86_64.iso --network bridge:br-dmz && virt-viewer --connect qemu:///system vml000200
Sobald der Node gestartet wurde, befinden wir uns dann auf der initialen Konsole, von der wir die weitere Konfiguration dann vornehmen werden.